Die Katze kratzt am Sofa.
Sie springt auf die Küchenarbeitsplatte.
Sie wirft etwas herunter, miaut zur falschen Zeit oder benutzt plötzlich nicht mehr zuverlässig ihr Katzenklo.
Und irgendwann kommt der Gedanke:
„Sie muss doch lernen, dass sie das nicht darf.“
Also wird geschimpft.
Vielleicht wird geklatscht, mit Wasser gespritzt oder die Katze wird erschreckt.
Im ersten Moment scheint das sogar zu funktionieren.
Die Katze hört auf.
Doch hat sie wirklich verstanden, was wir von ihr wollten?
Meistens nicht.
Bestrafung kann ein Verhalten kurzfristig unterbrechen – sie erklärt der Katze aber nicht automatisch, welches Verhalten stattdessen erwünscht ist.
Schlimmer noch: Angst, Stress und negative Verknüpfungen können das Zusammenleben zusätzlich erschweren.
Moderne verhaltensmedizinische Empfehlungen setzen deshalb auf einen anderen Weg:
Ursache verstehen, Umgebung anpassen, sinnvolle Alternativen anbieten und erwünschtes Verhalten belohnen.
