Man nimmt sich etwas fest vor.
Diesmal wirklich.
Eine alte Angewohnheit soll endlich verschwinden, ein bekanntes Verhaltensmuster soll sich ändern – und eine Weile klappt das sogar erstaunlich gut.
Bis irgendwann jemand schmunzelnd feststellt:
„Tja. Die Katze lässt das Mausen nicht.“
Damit ist normalerweise keine echte Katze gemeint.
Das alte Sprichwort beschreibt die Vorstellung, dass Menschen nur schwer von tief eingeprägten Gewohnheiten oder Verhaltensweisen loskommen und irgendwann wieder in alte Muster zurückfallen.
Doch warum muss dafür ausgerechnet eine Katze Mäuse fangen?
Und steckt in dem Wort „mausen“ vielleicht noch eine zweite Bedeutung?
Tatsächlich ja.
Denn „mausen“ kann im Deutschen sowohl Mäuse fangen als auch heimlich etwas wegnehmen oder stehlen bedeuten.
Die Geschichte des Sprichworts führt damit nicht nur erstaunlich weit zurück ins Mittelalter – sie besitzt auch eine spannende sprachliche Doppelbedeutung.
