Man nimmt sich etwas fest vor.
Diesmal wirklich.
Eine alte Angewohnheit soll endlich verschwinden, ein bekanntes Verhaltensmuster soll sich Ă€ndern â und eine Weile klappt das sogar erstaunlich gut.
Bis irgendwann jemand schmunzelnd feststellt:
âTja. Die Katze lĂ€sst das Mausen nicht.â
Damit ist normalerweise keine echte Katze gemeint.
Das alte Sprichwort beschreibt die Vorstellung, dass Menschen nur schwer von tief eingeprĂ€gten Gewohnheiten oder Verhaltensweisen loskommen und irgendwann wieder in alte Muster zurĂŒckfallen.
Doch warum muss dafĂŒr ausgerechnet eine Katze MĂ€use fangen?
Und steckt in dem Wort âmausenâ vielleicht noch eine zweite Bedeutung?
TatsÀchlich ja.
Denn âmausenâ kann im Deutschen sowohl MĂ€use fangen als auch heimlich etwas wegnehmen oder stehlen bedeuten.
Die Geschichte des Sprichworts fĂŒhrt damit nicht nur erstaunlich weit zurĂŒck ins Mittelalter â sie besitzt auch eine spannende sprachliche Doppelbedeutung.
Was bedeutet âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ?
Der Duden erklÀrt das Sprichwort sinngemÀà mit:
Alte Gewohnheiten kann man nur schwer beziehungsweise gar nicht ablegen.
Gemeint ist also jemand, der ein vertrautes Verhalten immer wieder zeigt, obwohl er eigentlich davon Abstand nehmen wollte oder sollte.
Zum Beispiel:
âEr hatte versprochen, keine Geheimnisse mehr auszuplaudern â und beim nĂ€chsten Treffen erzĂ€hlte er schon wieder alles weiter. Die Katze lĂ€sst das Mausen nicht.â
Die Wendung wird meist leicht spöttisch oder kritisch verwendet.
Sie kann sich auf harmlose Eigenheiten beziehen, hĂ€ufiger aber auf Verhaltensweisen, die andere eher als unerwĂŒnscht empfinden.
Die Katze steht fĂŒr ein Verhalten, das zu ihr gehört
Das ursprĂŒngliche sprachliche Bild ist denkbar einfach.
Eine Katze fÀngt MÀuse.
Selbst wenn sich ihre LebensumstÀnde verÀndern, so die alte Vorstellung, bleibt sie doch eine Katze und wird weiterhin nach MÀusen Ausschau halten.
Ăbertragen auf Menschen lautet die Aussage:
Man kann sich Ă€uĂerlich verĂ€ndern â aber tief verwurzelte Eigenschaften oder Gewohnheiten treten irgendwann wieder hervor.
Genau dieses Bild ist wesentlich Àlter als die heute gebrÀuchliche Form des Sprichworts.
Die Spur fĂŒhrt ins frĂŒhe 13. Jahrhundert
Eine besonders interessante frĂŒhe Parallele findet sich in der Gandersheimer Reimchronik des Pfaffen Eberhard.
Die Chronik entstand nach sprachwissenschaftlicher Forschung zwischen 1216 und 1218.
Damit gehört sie zu den Àltesten Zeugnissen mittelniederdeutscher Dichtung.
Die uns erhaltene Handschrift selbst stammt allerdings erst aus dem 15. Jahrhundert.
Das ist bei mittelalterlichen Texten nicht ungewöhnlich: Ein Werk kann deutlich Àlter sein als die noch erhaltene Abschrift.
Eine Katze im Zobelpelz
In der Gandersheimer Reimchronik kritisiert Eberhard Menschen, die sich aufgrund ihrer Herkunft und ihrer vornehmen Kleidung fĂŒr besonders edel halten.
Dabei verwendet er ein eindrĂŒckliches Katzenbild.
SinngemÀà schreibt er:
Selbst wenn man einer Katze einen kostbaren Zobelpelz anzöge, wĂŒrde sie sich weiterhin nach Katzenart verhalten.
BekĂ€me sie MĂ€use, wĂŒrde sie sie gern fressen â und dabei die WĂŒrde ihres kostbaren Gewandes völlig vergessen.
Die Aussage richtet sich ursprĂŒnglich also gar nicht gegen Katzen.
Die Katze dient als Vergleich fĂŒr Menschen.
ĂuĂere VerĂ€nderung allein verĂ€ndert nach dieser Vorstellung nicht automatisch das innere Wesen.
Ist das schon âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ?
Nicht wortwörtlich.
Und genau diese Unterscheidung ist wichtig.
Die heute bekannte feste Formulierung steht so nicht einfach in der Gandersheimer Reimchronik.
Sprachwissenschaftlerin Monika Hanauska ordnet die dortige Passage vielmehr einer gröĂeren Gruppe sprichwortartiger Aussagen zu, die denselben Grundgedanken transportieren.
Im Mittelalter existierten offenbar verschiedene Varianten dieses Bildes.
Eine festgelegte Form wie bei unserem heutigen Sprichwort lĂ€sst sich fĂŒr diese frĂŒhe Zeit noch nicht voraussetzen.
Im Mittelalter gab es mehrere Katzen-und-MĂ€use-Varianten
Der Thesaurus Proverbiorum Medii Aevi, ein umfangreiches Nachschlagewerk zu mittelalterlichen Sprichwörtern, verzeichnet unter dem Motiv der Katze verschiedene verwandte Formen.
Eine mittelalterliche Variante lÀsst sich sinngemÀà mit:
âDie Katze hĂ€lt immer nach MĂ€usen Ausschau.â
wiedergeben.
Eine andere lautet sinngemĂ€Ă:
âDie Katze lĂ€sst ihr Mausen kaum.â
Und noch eine weitere besagt sinngemĂ€Ă:
Eine Katze, die viele MĂ€use gewohnt ist, kann davon nicht so leicht ablassen.
Die Formulierungen unterscheiden sich.
Das zugrunde liegende Bild ist jedoch erstaunlich stabil.
Der Kern blieb gleich
Die historischen Varianten drehen sich immer wieder um denselben Gedanken:
Eine Katze kann ihr typisches Verhalten nicht einfach ablegen.
Das wurde auf Menschen ĂŒbertragen.
Hanauska beschreibt den gemeinsamen historischen Grundgedanken als die Vorstellung, dass sich das eigene Wesen nicht einfach verleugnen lasse und alte Angewohnheiten wieder zum Vorschein kommen könnten.
Aus unterschiedlichen mittelalterlichen Katzenbildern entwickelte sich damit eine sprichwörtliche Tradition, die bis heute verstÀndlich geblieben ist.
Die heutige Form wurde spÀter fest
Im Laufe der Jahrhunderte begegnet die Redewendung in immer mehr Varianten.
Karl Friedrich Wilhelm Wanders groĂes Deutsches Sprichwörter-Lexikon aus dem 19. Jahrhundert dokumentiert zahlreiche Formen.
Darunter findet sich beispielsweise:
âDe Katte lett dat Mus’n nich.â
AuĂerdem fĂŒhrt Wander die hochdeutsche Form:
âDie Katze lĂ€sst ihres Mausens nicht.â
mit einer ganzen Reihe Àlterer Belegstellen auf.
Damit wird deutlich:
Das Motiv war nicht nur einmal irgendwo aufgetaucht, sondern ĂŒber lange Zeit sprachlich weit verbreitet.
Schon frĂŒher galt es ausdrĂŒcklich als altes Sprichwort
Besonders interessant ist ein historischer Beleg, den Wander ebenfalls anfĂŒhrt.
Bei Jakob Ayrer findet sich bereits die Formulierung:
âMan im alten Sprichwort spricht: Die Katz lest jhres Mausens nicht.â
Der Verfasser bezeichnet die Aussage also selbst bereits als altes Sprichwort.
Das zeigt, wie lange die Vorstellung schon Teil der Sprachtradition gewesen sein muss.
Aber heiĂt âmausenâ nicht auch stehlen?
Doch.
Und genau das macht dieses Sprichwort sprachlich noch interessanter.
Das Verb âmausenâ besitzt im Deutschen mehrere Bedeutungen.
Es kann ganz wörtlich bedeuten:
MĂ€use fangen.
Historisch wurde das insbesondere fĂŒr Katzen und andere MĂ€usejĂ€ger verwendet.
Daneben kann âmausenâ aber auch bedeuten:
etwas heimlich wegnehmen oder stehlen.
Diesen Gebrauch kennen wir bis heute, meist in eher scherzhafter oder beschönigender Form:
âWer hat denn schon wieder einen Keks gemaust?â
Oder:
âDa hat wohl jemand ein StĂŒck Schokolade gemaust.â
Hat das Sprichwort also ursprĂŒnglich etwas mit Stehlen zu tun?
Nach den historischen Belegen offenbar nicht in erster Linie.
Die Àltesten bekannten Varianten beziehen sich tatsÀchlich auf die mÀusefangende Katze.
Auch im FrĂŒhneuhochdeutschen Wörterbuch wird die historische Form:
âArt lest von art nicht / die Katze leĂt yhres mausens nicht.â
unter der Bedeutung âMĂ€use fangenâ gefĂŒhrt.
Und auch die noch Àlteren mittelalterlichen Varianten sprechen davon, dass die Katze nach MÀusen Ausschau hÀlt oder viele MÀuse gewohnt ist.
Der Ausgangspunkt des Sprichwortbildes ist also tatsÀchlich das MÀusefangen.
Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende.
âMausenâ bekam noch eine zweite Bedeutung
Auch die Bedeutung âstehlenâ beziehungsweise âheimlich wegnehmenâ ist historisch keineswegs neu.
Das Wort konnte schon frĂŒher fĂŒr heimliches oder unerlaubtes Aneignen verwendet werden.
Dadurch entstand eine zusÀtzliche sprachliche Ebene.
Die ursprĂŒngliche Katze âmaustâ, indem sie MĂ€use fĂ€ngt.
Ein Mensch kann âmausenâ, indem er etwas heimlich mitnimmt.
Damit eignete sich das ohnehin bekannte Sprichwort besonders gut fĂŒr Menschen, die wiederholt stehlen, betrĂŒgen oder sich unehrlich verhalten.
Deine Vermutung ist also gar nicht falsch
Wer bei âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ spontan an Stehlen denkt, liegt sprachlich keineswegs völlig daneben.
Nur die Entstehung sollte man nicht umdrehen.
Nach den Àltesten Belegen stand zunÀchst offenbar das MÀusefangen der Katze im Mittelpunkt.
Die ebenfalls alte Bedeutung von âmausenâ im Sinne von âstehlenâ verlieh dem Sprichwort spĂ€ter eine zusĂ€tzliche und sehr passende Doppelbedeutung.
Man kann es deshalb so zusammenfassen:
UrsprĂŒngliches Bild: MĂ€use fangen.
Weitere Wortbedeutung: heimlich wegnehmen oder stehlen.
Ăbertragene Bedeutung des Sprichworts: Jemand fĂ€llt immer wieder in alte Verhaltensweisen zurĂŒck.
1801 wird die Doppelbedeutung besonders deutlich
Wie bekannt das Sprichwort war, zeigt ein literarischer Fund aus dem Jahr 1801.
Friedrich Wilhelm von SchĂŒtz veröffentlichte damals ein TheaterstĂŒck mit dem Titel:
âDie Katze lĂ€Ăt das Mausen nichtâ
und bezeichnete es auf dem Titelblatt ausdrĂŒcklich als âSprĂŒchwort in einem Aufzugeâ.
Das StĂŒck wurde am National-Theater in Altona aufgefĂŒhrt.
Besonders spannend ist der Zusammenhang, in dem die Redewendung dort verwendet wird.
Eine Figur spricht ĂŒber zwei MĂ€nner, von denen sie hofft, dass sie endlich ehrlicher geworden seien.
Ihr Vater, erzÀhlt sie, sage in solchen Situationen jedoch:
âDie Katze lĂ€Ăt das Mausen nicht.â
Kurz darauf wird festgestellt, dass eine goldene Uhr und Geld gestohlen wurden.
Hier funktioniert das Sprichwort also sehr deutlich im Zusammenhang mit Unehrlichkeit und Diebstahl.
Dadurch spielt die Sprache mit beiden Ebenen:
Die Katze âmaustâ, indem sie MĂ€use fĂ€ngt â der Mensch âmaustâ, indem er etwas stiehlt.
Bedeutet das Sprichwort also âWer einmal stiehlt, stiehlt immerâ?
Nein.
Das wÀre eine zu enge Bedeutung.
Die Redewendung kann durchaus auf einen notorischen Dieb angewendet werden â und historische Texte zeigen, dass dies tatsĂ€chlich geschehen ist.
Die heutige Bedeutung ist jedoch viel allgemeiner.
Sie kann sich auf praktisch jede hartnÀckige Angewohnheit beziehen.
Zum Beispiel:
- stÀndig Geheimnisse weiterzuerzÀhlen,
- immer wieder zu spÀt zu kommen,
- alte Streitgewohnheiten wieder aufzunehmen,
- stÀndig Dinge aufzuschieben,
- erneut zu tricksen oder zu betrĂŒgen,
- oder tatsÀchlich wieder zu stehlen.
Das Stehlen ist also eine mögliche Anwendung â aber nicht die einzige Bedeutung des Sprichworts.
Das Sprichwort klingt ziemlich endgĂŒltig
Und genau hier lohnt sich eine weitere wichtige Unterscheidung.
Als sprachliches Bild funktioniert der Satz wunderbar.
Als wissenschaftliche Aussage ĂŒber menschliches Verhalten wĂ€re er dagegen viel zu absolut.
Menschen können Gewohnheiten Àndern.
Sie können Verhaltensweisen lernen, umlernen und durch andere ersetzen.
Manche Muster sind hartnÀckig.
Manche VerÀnderungen brauchen viele Versuche.
Und RĂŒckfĂ€lle in alte Gewohnheiten kommen vor.
Aber daraus folgt nicht, dass VerÀnderung grundsÀtzlich unmöglich wÀre.
Sprichwort ist nicht Psychologie
Sprichwörter verdichten Erfahrungen in sehr kurzen, einprÀgsamen SÀtzen.
Gerade deshalb ĂŒbertreiben sie hĂ€ufig.
âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ behauptet sprachlich fast eine UnverĂ€nderlichkeit.
Der Alltag ist komplizierter.
Ein Mensch, der jahrzehntelang eine bestimmte Gewohnheit hatte, kann sie durchaus ablegen.
Genauso kann jemand nach langer Zeit wieder in ein altes Muster zurĂŒckfallen.
Das Sprichwort beschreibt eine menschliche Erfahrung â kein unverĂ€nderliches Naturgesetz.
Und wie sieht es mit echten Katzen aus?
Hier wird es besonders interessant.
Denn das alte Sprichwort benutzt zwar ein vereinfachtes Tierbild â aber dieses Bild besitzt tatsĂ€chlich einen biologischen Kern.
Hauskatzen gehören zu den Raubtieren.
Jagdverhalten ist Teil ihres natĂŒrlichen Verhaltensrepertoires.
Dazu gehören unter anderem:
- Beobachten,
- Anschleichen,
- Verfolgen,
- Anspringen,
- Greifen
- und gegebenenfalls Töten von Beute.
Auch eine Katze, die regelmĂ€Ăig von Menschen gefĂŒttert wird, verliert dieses Verhalten nicht automatisch.
Eine volle FutterschĂŒssel beendet die Jagd nicht unbedingt
Viele Katzenhalter kennen das scheinbare RĂ€tsel:
Die Katze hat gerade gefressen.
Der Napf ist vielleicht nicht einmal vollstÀndig leer.
Und kurze Zeit spĂ€ter sitzt sie drauĂen vor einem Mauseloch.
Das wirkt nur dann widersprĂŒchlich, wenn man davon ausgeht, dass Katzen ausschlieĂlich aus Hunger jagen.
Genau das ist aber nicht der Fall.
Forschung zum Beuteverhalten von Hauskatzen zeigt, dass Hunger zwar Einfluss auf die Jagdbereitschaft haben kann, aber keine notwendige Voraussetzung fĂŒr das Töten von Beute ist.
Jagdverhalten und Nahrungsaufnahme sind bei Katzen nicht vollstÀndig aneinander gekoppelt.
Satt sein bedeutet nicht automatisch: nicht jagen
Experimentelle Untersuchungen zeigten bereits im 20. Jahrhundert, dass Katzen auf Beutereize reagieren und Tiere verfolgen beziehungsweise töten können, obwohl ihnen gleichzeitig Futter zur VerfĂŒgung steht.
Eine bekannte Untersuchung beobachtete sogar, dass Katzen eine Mahlzeit unterbrechen konnten, wenn Beute erschien, sich der Beute zuwandten und anschlieĂend wieder zu ihrem Futter zurĂŒckkehrten.
Die Jagd war also nicht einfach nur eine direkte Reaktion auf einen leeren Magen.
Neuere Ăbersichtsarbeiten zum Jagdverhalten von Hauskatzen kommen ebenfalls zu dem Ergebnis, dass Jagdmotivation und das tatsĂ€chliche Fressen der Beute teilweise voneinander getrennt sind.
HeiĂt das, Hunger spielt ĂŒberhaupt keine Rolle?
Nein.
Auch die gegenteilige Aussage wÀre zu einfach.
Hunger kann die Motivation zur Jagd beeinflussen.
Eine hungrige Katze hat schlieĂlich einen zusĂ€tzlichen Grund, erfolgreich Beute zu machen.
Aber:
Hunger kann Jagdverhalten verstĂ€rken â er ist nicht dessen einzige Ursache.
Deshalb kann auch eine gut gefĂŒtterte Katze MĂ€use, Vögel oder andere kleine Tiere verfolgen.
Warum behalten Hauskatzen dieses Verhalten?
Die Hauskatze stammt von kleinen selbststÀndig jagenden Wildkatzen ab.
Viele der dafĂŒr notwendigen körperlichen und sensorischen FĂ€higkeiten finden wir auch bei heutigen Hauskatzen.
Ihre Augen reagieren sehr gut auf Bewegung.
Ihr Gehör kann hohe Frequenzen wahrnehmen.
Ihr Körper ist auf Anschleichen, kurze Beschleunigung, Springen und Greifen spezialisiert.
Und kleine bewegte Objekte können leicht Teile der natĂŒrlichen Jagdsequenz auslösen.
Darum ist Spielen fĂŒr Katzen so interessant
Wenn eine Katze einer Spielangel hinterherjagt, einen Stoffball verfolgt oder sich auf eine Spielmaus stĂŒrzt, benutzt sie viele Bewegungsmuster, die auch bei echtem Jagdverhalten auftreten.
Deshalb empfehlen Katzenverhaltensorganisationen interaktives Spiel, bei dem die Katze beobachten, anschleichen, verfolgen und schlieĂlich etwas âfangenâ kann.
Das bedeutet natĂŒrlich nicht, dass Spiel und echte Jagd vollstĂ€ndig dasselbe sind.
Aber sie nutzen teilweise Àhnliche Verhaltenssequenzen.
Jagt jede Katze gleich viel?
Ganz und gar nicht.
Zwischen einzelnen Katzen bestehen groĂe Unterschiede.
Manche FreigĂ€nger bringen regelmĂ€Ăig Beute nach Hause.
Andere jagen nur selten.
Wieder andere interessieren sich intensiv fĂŒr Bewegungsreize, scheinen aber kaum Tiere zu erbeuten.
Alter, individuelle Erfahrung, Umgebung, Beuteangebot, Lebensweise und weitere Faktoren können dabei eine Rolle spielen.
Auch beim echten âMausenâ gilt also: Nicht jede Katze verhĂ€lt sich gleich.
Und Wohnungskatzen?
Eine Wohnungskatze hat normalerweise keinen Zugang zu echten MÀusen oder Vögeln.
Das entsprechende Verhaltensrepertoire verschwindet dadurch aber nicht zwangslÀufig.
Es kann sich beispielsweise im Spiel zeigen.
Eine vorbeihuschende Spielmaus, eine Federangel oder ein kleines Objekt, das plötzlich unter einer Decke verschwindet, kann Ă€uĂerst interessant sein.
Darum gehört geeignetes Spiel zu einer katzengerechten Umgebung.
Die Katze im Sprichwort und die echte Katze sind trotzdem nicht dasselbe
Hier liegt eine spannende Grenze zwischen Sprache und Biologie.
Das Sprichwort sagt:
Eine Katze bleibt ihrem Wesen treu und lÀsst das Mausen nicht.
Das echte Tierverhalten zeigt:
Jagdverhalten gehört tatsĂ€chlich zum natĂŒrlichen Verhaltensrepertoire von Katzen und wird nicht ausschlieĂlich durch Hunger ausgelöst.
Das klingt zunÀchst beinahe identisch.
Es ist aber nicht dasselbe.
Das Sprichwort benutzt die Katze als Symbol fĂŒr die angebliche UnverĂ€nderlichkeit menschlicher Gewohnheiten.
Die Biologie beschreibt dagegen ein artspezifisches Verhaltenssystem, dessen AusprÀgung von Individuum und Situation abhÀngt.
Warum passt das Bild trotzdem so gut?
Menschen beobachteten Katzen jahrhundertelang unter anderem als MÀusefÀnger.
Bevor die Hauskatze hauptsÀchlich als Familien- und Begleittier wahrgenommen wurde, hatte ihre FÀhigkeit zur MÀusejagd einen ganz praktischen Nutzen.
Katzen lebten auf Bauernhöfen, in VorratsrÀumen, StÀllen, HÀusern und anderen Orten, an denen Nagetiere vorkamen.
Dass eine Katze immer wieder nach MĂ€usen Ausschau hielt, war fĂŒr Menschen deshalb unmittelbar beobachtbar.
Ein solches alltĂ€gliches Verhalten eignete sich hervorragend fĂŒr ein Sprichwort.
Das Mittelalter dachte dabei nicht in moderner Verhaltensbiologie
Wir sollten alte Texte allerdings nicht rĂŒckwirkend so lesen, als hĂ€tten ihre Verfasser bereits wissenschaftliche Erkenntnisse ĂŒber Jagdmotivation besessen.
Der mittelalterliche Beobachter sah:
Eine Katze jagt MĂ€use.
Und daraus entstand ein verstĂ€ndliches Bild fĂŒr etwas, das vermeintlich zum Wesen eines Lebewesens gehört.
Dass moderne Verhaltensforschung tatsĂ€chlich zeigen kann, dass Jagd und Hunger bei Katzen nur teilweise gekoppelt sind, ist eine spannende zusĂ€tzliche Ebene â aber nicht die historische ErklĂ€rung dafĂŒr, warum das Sprichwort entstand.
Ist âmausenâ eigentlich wirklich ein Verb?
Ja.
Und sogar eines mit mehreren Bedeutungen.
âMausenâ kann bedeuten:
- MĂ€use fangen, insbesondere bei Katzen und anderen Tieren,
- heimlich etwas wegnehmen oder stehlen.
Gerade diese Doppelbedeutung macht unser Sprichwort besonders interessant.
Die Katze âmaustâ ursprĂŒnglich MĂ€use.
Ein Mensch kann dagegen einen Keks, Geld oder andere Dinge âmausenâ.
So konnte dieselbe Formulierung im Laufe der Zeit zusÀtzliche Bedeutungsnuancen entwickeln.
Warum heiĂt es nicht einfach âDie Katze jagt weiterâ?
Weil ein gutes Sprichwort von seiner Bildhaftigkeit lebt.
âMenschen fallen gelegentlich in alte Gewohnheiten zurĂŒckâ ist sachlich.
Aber besonders einprÀgsam ist es nicht.
âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ ist kurz, rhythmisch und erzeugt sofort ein Bild.
AuĂerdem steckt durch die Nebenbedeutung âstehlenâ sogar noch ein kleines sprachliches Wortspiel darin.
Genau solche Mehrdeutigkeiten können dazu beitragen, dass Redewendungen ĂŒber Jahrhunderte interessant bleiben.
FrĂŒher ging es stĂ€rker um âWesenâ als um Gewohnheiten
Auch die Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit etwas verschoben beziehungsweise verengt.
Historische Varianten betonen hÀufig die Vorstellung, dass jemand seine eigentliche Natur nicht verleugnen könne.
In der modernen ErklÀrung steht stÀrker die alte Gewohnheit im Mittelpunkt.
Beides liegt nah beieinander, ist aber nicht völlig identisch.
âDas ist eben seine Naturâ klingt wesentlich endgĂŒltiger als âer fĂ€llt wieder in eine alte Gewohnheit zurĂŒckâ.
Gerade deshalb sollte man historische Belege nicht einfach so behandeln, als hÀtten sie exakt dieselbe Bedeutung wie die heutige ErklÀrung.
Ein Sprichwort kann auch unfair werden
Wer zu einem Menschen sagt:
âDie Katze lĂ€sst das Mausen nicht.â
unterstellt hÀufig, dass er sich ohnehin nicht dauerhaft Àndern werde.
Das kann scherzhaft gemeint sein.
Es kann aber auch ziemlich abwertend wirken.
Besonders dann, wenn jemand tatsÀchlich versucht, ein problematisches Verhalten zu verÀndern.
Das Sprichwort beschreibt deshalb eher eine skeptische Beobachtung oder Bewertung als eine objektive Prognose ĂŒber die Zukunft eines Menschen.
Gewohnheiten sind nicht dasselbe wie Persönlichkeit
Auch das wird durch die alte Redewendung leicht vermischt.
Eine Gewohnheit ist ein wiederkehrendes Verhalten.
Persönlichkeit beschreibt dagegen relativ stabile individuelle Merkmale und Tendenzen.
Und ein biologisch verankertes Verhaltenssystem wie das Jagdverhalten einer Katze ist wiederum etwas anderes.
Das Sprichwort wirft all diese Ebenen bewusst in ein einziges starkes Bild.
Das funktioniert sprachlich hervorragend.
Wissenschaftlich sollte man sie jedoch auseinanderhalten.
Hat das Sprichwort etwas mit Ăsop zu tun?
Gelegentlich findet man die Behauptung, âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ stamme unmittelbar aus einer Fabel des antiken Dichters Ăsop.
Solche eindeutigen Herkunftsangaben sind mit Vorsicht zu behandeln.
Es gibt alte Fabelmotive, in denen Tiere trotz Ă€uĂerer VerĂ€nderungen ihrem bisherigen Verhalten folgen.
Die konkrete deutsche Sprichworttradition ist jedoch durch mittelalterliche und frĂŒhneuzeitliche deutschsprachige beziehungsweise europĂ€ische Belege dokumentiert.
Einen einzelnen antiken Erfinder unserer heutigen Formulierung können wir daraus nicht ableiten.
Was können wir historisch wirklich sagen?
Wir wissen, dass eine eng verwandte sprichwortartige Vorstellung bereits in der zwischen 1216 und 1218 entstandenen Gandersheimer Reimchronik vorkommt.
Wir wissen auĂerdem, dass mittelalterliche und frĂŒhneuzeitliche Quellen mehrere Ă€hnliche Katzen-und-MĂ€use-Formulierungen ĂŒberliefern.
SpÀter begegnet die heute vertraute Form beziehungsweise sehr nahe Varianten immer wieder in Sprichwortsammlungen und Literatur.
Die Ă€ltere Bedeutung des âMausensâ bezieht sich dabei auf das Fangen von MĂ€usen.
Daneben entwickelte beziehungsweise etablierte sich auch die Bedeutung âheimlich wegnehmen, stehlenâ, wodurch das Sprichwort zusĂ€tzlich auf unehrliches Verhalten angewendet werden konnte.
1801 war die Wendung sogar bekannt genug, um einem TheaterstĂŒck seinen Titel zu geben â und dort wird sie ausdrĂŒcklich im Umfeld von Ehrlichkeit und Diebstahl eingesetzt.
Was wir nicht besitzen, ist ein historischer Moment mit Datum und Namen, an dem ein bestimmter Mensch den Satz erfand.
Sprichwörter wachsen meist aus Sprachtraditionen â sie werden selten an einem einzigen Tag erfunden.
Wahr oder Miau?
âDas Sprichwort bedeutet, dass alte Gewohnheiten schwer abzulegen sind.â
Wahr.
Das entspricht der heute gebrÀuchlichen Bedeutung.
âDie exakt heutige Form steht schon 1216 in der Gandersheimer Reimchronik.â
Miau.
Dort findet sich bereits ein sehr Ă€hnlicher Grundgedanke mit einer Katze, die trotz kostbarer Kleidung nach Katzenart handeln und MĂ€use fressen wĂŒrde.
Die heute feste Formulierung ist das aber noch nicht.
âDas Motiv ist seit dem Mittelalter belegt.â
Wahr.
Die historische Sprichwortforschung kennt mehrere mittelalterliche Varianten rund um Katze, MĂ€use und die Vorstellung eines schwer ablegbaren Wesens beziehungsweise Verhaltens.
âMausen kann auch stehlen bedeuten.â
Wahr.
âMausenâ bedeutet im Deutschen nicht nur, dass ein Tier MĂ€use fĂ€ngt.
Das Wort kann auch fĂŒr heimliches Wegnehmen oder Stehlen verwendet werden.
FĂŒr die Ă€ltesten Belege des Sprichworts steht allerdings zunĂ€chst das MĂ€usefangen der Katze im Mittelpunkt.
Die zweite Bedeutung macht die Wendung spĂ€ter besonders passend fĂŒr Menschen, die trotz guter VorsĂ€tze wieder unehrlich werden oder stehlen.
âDas Sprichwort bedeutet ausschlieĂlich: Wer einmal stiehlt, stiehlt immer.â
Miau.
Die Wendung ist viel allgemeiner und kann sich auf zahlreiche alte Gewohnheiten oder Verhaltensmuster beziehen.
Die Bedeutung âstehlenâ liefert lediglich eine zusĂ€tzliche sprachliche Ebene.
âEin Mensch kann seine Gewohnheiten grundsĂ€tzlich nicht Ă€ndern.â
Miau.
Das Sprichwort ĂŒbertreibt.
Menschliches Verhalten ist verÀnderbar.
âEine satt gefĂŒtterte Katze jagt niemals.â
Ebenfalls Miau.
Jagdverhalten wird nicht ausschlieĂlich durch Hunger ausgelöst.
âDeshalb jagt jede Katze stĂ€ndig MĂ€use.â
Nein.
Wie stark Jagdverhalten ausgeprÀgt ist und wie hÀufig eine Katze tatsÀchlich Beute macht, unterscheidet sich erheblich zwischen einzelnen Tieren.
Kurz & knapp
- âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ bedeutet heute: Alte Gewohnheiten sind schwer abzulegen.
- Eine verwandte sprichwortartige Vorstellung findet sich bereits in der Gandersheimer Reimchronik von 1216â1218.
- Dort trĂ€gt die Katze sinnbildlich sogar einen kostbaren Zobelpelz â wĂŒrde aber trotzdem gern MĂ€use fressen.
- Die exakt heutige Formulierung steht dort noch nicht.
- Mittelalterliche Quellen kennen mehrere unterschiedliche Katzen-und-MÀuse-Varianten mit Àhnlicher Aussage.
- âMausenâ bedeutet ursprĂŒnglich beziehungsweise wörtlich auch âMĂ€use fangenâ.
- Das Wort kann auĂerdem âheimlich etwas wegnehmenâ oder âstehlenâ bedeuten.
- FĂŒr die Ă€ltesten Formen des Sprichworts steht zunĂ€chst das MĂ€usefangen im Mittelpunkt.
- Die Nebenbedeutung âstehlenâ machte die Wendung spĂ€ter besonders passend fĂŒr unehrliches oder diebisches Verhalten.
- 1801 wird das Sprichwort in einem TheaterstĂŒck ausdrĂŒcklich im Umfeld von Ehrlichkeit und Diebstahl verwendet.
- Das Sprichwort bedeutet trotzdem nicht ausschlieĂlich âWer einmal stiehlt, stiehlt immerâ.
- Als Aussage ĂŒber Menschen ist es eine Verallgemeinerung: Gewohnheiten können sich durchaus verĂ€ndern.
- Bei echten Katzen besitzt das Bild einen biologischen Kern: Jagdverhalten gehört zu ihrem natĂŒrlichen Verhaltensrepertoire.
- Hunger kann Jagd beeinflussen, ist aber keine notwendige Voraussetzung dafĂŒr.
- Auch gut gefĂŒtterte Hauskatzen können Beute verfolgen und töten.
- Wie stark eine Katze jagt, ist individuell verschieden.
Ein uraltes Bild mit einer ĂŒberraschenden Doppelbedeutung
Vielleicht hat gerade deshalb dieses Sprichwort so viele Jahrhunderte ĂŒberlebt.
Menschen beobachteten etwas sehr AlltÀgliches:
Eine Katze bleibt aufmerksam, wenn irgendwo eine Maus raschelt.
Aus dieser Beobachtung wurde ein Bild fĂŒr menschliches Verhalten.
Dann wurde das Bild weitererzÀhlt.
Umformuliert.
In Chroniken, Sprichwortsammlungen und Literatur aufgenommen.
Und das Wort âmausenâ bekam beziehungsweise besaĂ zugleich eine zweite Ebene:
nicht nur MĂ€use fangen, sondern auch heimlich etwas wegnehmen.
Dadurch konnte die Wendung besonders treffend auf Menschen angewendet werden, die immer wieder zu unehrlichem oder diebischem Verhalten zurĂŒckkehrten.
Heute verstehen wir sie jedoch viel allgemeiner.
âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ bedeutet nicht zwingend, dass jemand stiehlt.
Es bedeutet:
Jemand fĂ€llt immer wieder in ein altes Verhalten zurĂŒck.
Nur sollten wir dabei eines nicht vergessen:
Die echte Katze liefert das Bild.
Ăber Menschen sagt das Sprichwort mehr aus als ĂŒber Katzen.
Und wĂ€hrend eine Katze tatsĂ€chlich ein natĂŒrliches Jagdverhalten besitzt, ist die ĂŒbertragene Botschaft keine unverĂ€nderliche Wahrheit.
Manche Gewohnheiten sitzen tief â doch nicht jede ist unverĂ€nderlich.
Quellen & weiterfĂŒhrende Informationen
Duden: Stichwörter Katze und mausen. Bedeutung des Sprichworts âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ sowie die Bedeutungen von âmausenâ im Sinne von MĂ€use fangen beziehungsweise heimlich etwas wegnehmen oder stehlen.
Monika Hanauska (2013): Sprichwörter in der Gandersheimer Reimchronik? Ăberlegungen zum Sprichwortbegriff in historischen Texten. In: Niederdeutsches Wort, Band 53. Untersuchung der Gandersheimer Reimchronik und mittelalterlicher Varianten des Sprichwortmotivs.
Thesaurus Proverbiorum Medii Aevi: Historische Sammlung mittelalterlicher Sprichwörter. Unter dem Stichwort âKatzeâ sind verschiedene Formen des Motivs âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ dokumentiert.
FrĂŒhneuhochdeutsches Wörterbuch: Stichwort mausen. Historische Belege fĂŒr âmausenâ im Sinne des MĂ€usefangens sowie Beleg der sprichwörtlichen Form âdie Katze leĂt yhres mausens nichtâ.
Deutsches Rechtswörterbuch: Historische Bedeutungen und Belege rund um âmausenâ beziehungsweise verwandte Formen des heimlichen Aneignens und Stehlens.
Karl Friedrich Wilhelm Wander: Deutsches Sprichwörter-Lexikon. Umfangreiche Sammlung historischer Varianten und Belege rund um Katze und Mausen.
Daniel Sanders: Wörterbuch der Deutschen Sprache. Historische Belege fĂŒr âmausenâ im Sinne von MĂ€use fangen und fĂŒr das Sprichwort âDie Katze lĂ€sst das Mausen nichtâ.
Friedrich Wilhelm von SchĂŒtz (1801): Die Katze lĂ€Ăt das Mausen nicht. SprĂŒchwort in einem Aufzuge. Literarischer Beleg, in dem das Sprichwort ausdrĂŒcklich im Zusammenhang mit Ehrlichkeit und Diebstahl verwendet wird.
Biben (1979): Predation and predatory play behaviour of domestic cats. Animal Behaviour. Experimentelle Untersuchung von Hunger, BeutegröĂe und Jagdverhalten bei Hauskatzen.
Cecchetti et al. (2021): Drivers and facilitators of hunting behaviour in domestic cats and options for management. Mammal Review. Ăbersicht ĂŒber Einflussfaktoren auf das Jagdverhalten von Hauskatzen und die teilweise Trennung von Jagdmotivation und Beutekonsum.
International Cat Care: Informationen zum natĂŒrlichen Jagdverhalten von Hauskatzen sowie zur Bedeutung von Spiel und BeschĂ€ftigung.
Cats Protection: Informationen zu Jagd- und Spielverhalten bei Hauskatzen. Jagdverhalten wird nicht ausschlieĂlich durch Hunger ausgelöst; bewegte Spielreize können natĂŒrliche Jagdsequenzen ansprechen.

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