„Nachts sind alle Katzen grau.“
Fast jeder kennt diesen Satz. Und obwohl darin Katzen vorkommen, geht es eigentlich nur am Rande um Katzen.
Gemeint ist vielmehr: Unter bestimmten Bedingungen werden Unterschiede, die normalerweise deutlich sichtbar sind, schwerer erkennbar.
Ein Mensch kann im Dunkeln Farben tatsächlich wesentlich schlechter unterscheiden. Ein roter, schwarzer, getigerter oder weißer Kater verliert natürlich nicht plötzlich seine Fellfarbe – aber für unsere Augen können die Unterschiede zunehmend verschwimmen.
Aus dieser ganz alltäglichen Beobachtung entstand ein Sprichwort, das seit Jahrhunderten in verschiedenen europäischen Sprachen verwendet wird.
Und seine Geschichte ist etwas weniger harmlos, als die grauen Katzen zunächst vermuten lassen.
