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  • Wer erzieht hier eigentlich wen? | Operantes Lernen bei Katzen

    Wer erzieht hier eigentlich wen? | Operantes Lernen bei Katzen

    „Katzenerziehung ist ganz einfach: Nach zwei Wochen machst du, was sie will.“

    Der Spruch ist natürlich ein Scherz – und die „zwei Wochen“ sind keine wissenschaftliche Zeitangabe. Trotzdem steckt darin erstaunlich viel Lernpsychologie. Denn Katzen lernen nicht nur dann, wenn wir bewusst mit ihnen trainieren. Sie lernen im Alltag ständig aus den Folgen ihres eigenen Verhaltens: Öffnet sich nach einem Miauen die Tür? Gibt es nach dem Sprung auf den Küchentisch Aufmerksamkeit? Taucht beim Kratzen am Sofa plötzlich ein Mensch auf?

    Und genau hier wird es spannend: Auch wir Menschen verändern unser Verhalten aufgrund seiner Folgen. Wenn wir die Tür öffnen, damit das Miauen endlich aufhört, kann sich nicht nur das Verhalten der Katze verändern – sondern auch unseres. Das bedeutet allerdings nicht, dass Katzen uns bewusst „erziehen“, manipulieren oder einen Trainingsplan verfolgen. Es bedeutet lediglich, dass auf beiden Seiten Lernprozesse stattfinden können. [1] [2]

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