Witchy September Bucket List – 12 kleine Rituale für einen magischen Herbstbeginn

Der September steht zwischen zwei Jahreszeiten.

Der Sommer ist noch nicht ganz verschwunden, doch morgens liegt bereits ein anderer Geruch in der Luft. Das Licht wird weicher, die Abende werden früher dunkel und in der Natur beginnt langsam die Zeit des Sammelns, Bewahrens und Loslassens.

Die Witchy September Bucket List greift genau diese besondere Übergangszeit auf. Ihre zwölf kleinen Rituale verbinden Naturbeobachtung, Kreativität und bewusste Ruhe – ohne komplizierte Regeln und ohne den Anspruch, alles erledigen zu müssen.

Du brauchst dafür keine besondere Ausstattung. Nimm einfach das, was zur Jahreszeit, zu deinem Alltag und zu dir passt.

1. Spätsommerblumen pressen

Im September blühen vielerorts noch die letzten Sommerblumen. Einige davon lassen sich zwischen saugfähigem Papier und schweren Büchern trocknen und bewahren.

Später können daraus kleine Karten, Lesezeichen oder Seiten für ein Naturtagebuch entstehen. Sammle dabei bitte nur dort, wo es erlaubt ist, und lasse geschützte oder seltene Pflanzen stehen.

2. Kräuter sammeln und trocknen

Viele Kräuter lassen sich im Spätsommer noch ernten und für die kommenden Monate trocknen. Dafür eignen sich ausschließlich Pflanzen, die du sicher bestimmen kannst.

Zu kleinen Bündeln gebunden, erinnern sie später an die letzten warmen Tage. In einem Haushalt mit Katzen sollten Kräuter immer so aufbewahrt werden, dass sie nicht unkontrolliert daran knabbern können.

3. Ein Herbst-Herbarium beginnen

Ein Herbarium muss keine wissenschaftlich perfekte Pflanzensammlung sein.

Ein gepresstes Blatt, der Fundort, das Datum und ein paar persönliche Gedanken reichen bereits. So entsteht nach und nach ein kleines Tagebuch der Jahreszeit.

4. Den Jahreszeitenplatz gestalten

Ein kleiner Platz auf einer Kommode, einem Tablett oder im Regal kann den Wechsel der Jahreszeit sichtbar machen.

Äpfel, Zweige, Kastanien, getrocknete Blüten, eine schöne Schale oder warmes Licht genügen vollkommen. Verwende nur Dinge, die sich für deinen Haushalt eignen und für Kinder und Tiere sicher aufgestellt werden können.

5. Für die Ernte dankbar sein

Der September ist traditionell eine Zeit der Ernte. Heute muss Dankbarkeit aber nicht nur Äpfeln, Getreide oder gefüllten Vorratskammern gelten.

Vielleicht möchtest du drei Dinge notieren, die in diesem Jahr wachsen durften: eine Fähigkeit, eine Freundschaft, eine Entscheidung oder ein stiller Moment, der dir wichtig geworden ist.

6. Die Tagundnachtgleiche feiern

Rund um den 22. oder 23. September sind Tag und Nacht annähernd gleich lang. Danach werden die Nächte auf der Nordhalbkugel länger als die Tage.

Du kannst diesen Übergang ganz schlicht wahrnehmen: bei einem Spaziergang im Abendlicht, mit einem besonderen Essen oder einem ruhigen Moment zwischen einer hellen und einer dunklen Kerze. Auch sichere LED-Kerzen erfüllen diesen Zweck.

7. Ein Kräutersäckchen machen

Aus getrockneten Pflanzen und einem kleinen Stoffrest lässt sich ein einfaches Kräutersäckchen herstellen.

Wähle den Inhalt nach Duft und persönlicher Bedeutung aus. Nutze nur eindeutig bestimmte, unbedenkliche Pflanzen und bewahre das Säckchen außerhalb der Reichweite von Katzen und kleinen Kindern auf.

8. Eine Herbstintention setzen

Eine Intention ist kein strenger Vorsatz und keine weitere Aufgabe auf der To-do-Liste. Sie beschreibt eher, woran du dich in der kommenden Jahreszeit erinnern möchtest.

Vielleicht möchtest du langsamer werden, öfter nach draußen gehen, etwas abschließen oder dir mehr Zeit für kreative Ideen nehmen. Ein einziger Satz genügt.

9. Einen Mondspaziergang machen

Ein vertrauter Weg wirkt im Mondlicht oft vollkommen anders. Geräusche werden deutlicher, bekannte Formen verändern sich und der Alltag rückt für einen Moment weiter weg.

Wähle eine sichere Strecke, nimm bei Bedarf eine Taschenlampe mit und gehe nicht allein an abgelegene Orte. Magisch darf es sein – unvernünftig muss es nicht werden.

10. Herbstschätze sammeln

Bunte Blätter, Kastanien, Eicheln, Federn oder ungewöhnlich geformte Zweige: Im September liegt vieles direkt am Wegesrand.

Es geht nicht darum, möglichst viel mitzunehmen. Ein paar ausgewählte Fundstücke reichen für eine kleine herbstliche Sammlung völlig aus.

11. Einen Naturtalisman basteln

Aus einem Zweig, Garn, getrockneten Blüten oder einem besonderen Fundstück kann ein kleiner persönlicher Anhänger entstehen.

Seine Bedeutung bestimmst du selbst: Erinnerung, Mut, Schutz, Neubeginn oder einfach die Freude an einem stillen Bastelnachmittag.

12. Einen stillen Abend genießen

Nicht jedes Ritual braucht eine tiefere Bedeutung. Manchmal reicht ein ruhiger Abend mit gedämpftem Licht, einem warmen Getränk, einem Buch – und vielleicht einer schlafenden Katze in der Nähe.

Das Handy darf für eine Weile liegen bleiben. Auch Nichtstun kann ein bewusster Abschluss des Tages sein.


Ein Herbstbeginn ohne Pflichtprogramm

Die Witchy September Bucket List soll keine weitere Liste sein, die bis Monatsende vollständig abgehakt werden muss.

Vielleicht möchtest du Kräuter trocknen und ein Herbarium beginnen. Vielleicht passt gerade nur ein Abendspaziergang oder eine Tasse Tee bei gedämpftem Licht.

Der September ist eine Übergangszeit. Er darf gleichzeitig hell und dunkel, lebendig und ruhig, sommerlich und herbstlich sein.

Such dir das aus, was sich für dich richtig anfühlt. Ein kleines bewusstes Ritual reicht vollkommen.

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Entdecke mehr von Katzenwissen mit Mo

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen