Viele Katzen tragen heute einen Mikrochip. Das ist sinnvoll – aber der Chip allein reicht noch nicht aus.
Damit eine gefundene Katze über ein Haustierregister ihrem Zuhause zugeordnet werden kann, muss die Chipnummer dort zusätzlich mit den Kontaktdaten verknüpft sein.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen chippen und registrieren.
Was passiert beim Chippen?
Beim Chippen setzt die Tierärztin oder der Tierarzt einen kleinen Mikrochip unter die Haut der Katze.
Auf diesem Chip ist eine einmalige Identifikationsnummer gespeichert.
Diese Nummer kann später mit einem speziellen Lesegerät ausgelesen werden – zum Beispiel in einer Tierarztpraxis, einem Tierheim oder bei vielen Tierschutzorganisationen.
Wichtig: Der übliche Kennzeichnungschip enthält keinen Namen, keine Adresse und keine Telefonnummer. Er liefert zunächst nur eine Nummer.
Was bedeutet Registrieren?
Bei der Registrierung wird genau diese Chipnummer mit den Kontaktdaten der Halterin oder des Halters in einem Haustierregister verknüpft.
In Deutschland gibt es dafür beispielsweise Register wie TASSO oder FINDEFIX.
Wird eine Katze gefunden und ihr Chip ausgelesen, kann das Register anhand der Nummer die hinterlegten Kontaktdaten zuordnen und die Halter benachrichtigen.
Die Registrierung passiert nicht automatisch beim Chippen. Manche Tierarztpraxen übernehmen sie als Service. Frage deshalb nach und kontrolliere, ob du eine Registrierungsbestätigung erhalten hast.
Warum reicht der Chip allein nicht?
Stell dir vor, eine gefundene Katze trägt einen Chip. Das Lesegerät zeigt eine lange Nummer an.
Ist diese Nummer aber nirgendwo registriert, fehlt im Haustierregister die Verbindung zum Menschen hinter der Katze.
Dann weiß man zwar: Diese Katze wurde gechippt.
Aber nicht unmittelbar: Wo gehört sie hin?
Manchmal helfen weitere Nachforschungen, etwa über die kennzeichnende Tierarztpraxis. Darauf sollte man sich aber nicht verlassen. Deshalb gehören Chip und Registrierung zusammen.
Auch Wohnungskatzen können entlaufen
Manchmal hört man: „Meine Katze lebt nur in der Wohnung. Die braucht das nicht.“
Doch auch Wohnungskatzen können verschwinden. Eine offene Tür, ein ungesichertes Fenster, ein Umzug, Handwerker im Haus oder ein kurzer Moment der Unachtsamkeit können reichen.
Gerade Wohnungskatzen kennen ihre Umgebung draußen häufig schlecht.
Eine Kennzeichnung und Registrierung ist deshalb für Freigänger und Wohnungskatzen sinnvoll.
Kontaktdaten aktuell halten
Die Registrierung hilft nur dann zuverlässig, wenn die hinterlegten Daten stimmen.
Nach einem Umzug, einer neuen Telefonnummer oder einer geänderten E-Mail-Adresse sollte man die Angaben deshalb im Haustierregister aktualisieren.
Auch bei einem Halterwechsel müssen die Daten angepasst werden. Es lohnt sich außerdem, zu kontrollieren, ob die Chipnummer wirklich korrekt hinterlegt ist.
Der Chip ist kein GPS-Sender
Ein häufiger Irrtum: Ein Mikrochip zeigt nicht an, wo sich eine Katze gerade befindet.
Der Kennzeichnungschip sendet kein GPS-Ortungssignal und lässt sich nicht per Handy verfolgen.
Seine Aufgabe ist die eindeutige Identifikation, sobald die Katze gefunden und der Chip mit einem Lesegerät ausgelesen wird.
Kurz & knapp
Chippen: Die Katze bekommt einen Mikrochip mit einer individuellen Nummer.
Registrieren: Diese Nummer wird zusammen mit den Kontaktdaten in einem Haustierregister gespeichert.
Gefunden: Der Chip wird ausgelesen und die Nummer im Register gesucht.
Kontakt herstellen: Sind die Daten korrekt hinterlegt, kann das Register die Halter benachrichtigen und die Rückkehr nach Hause unterstützen.
Eine Nummer braucht einen Namen
Der Mikrochip ist ein wichtiger erster Schritt. Aber erst durch die Registrierung bekommt die Nummer im Haustierregister eine Verbindung zu ihrem Zuhause.
Deshalb gilt: Chippen und Registrieren gehören zusammen.
Ein kleiner Schritt, der im entscheidenden Moment einen großen Unterschied machen kann.
Informationen und Registrierung findest du bei TASSO und auf der Website von FINDEFIX.

Kommentar verfassen